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DieWeissenhofer

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2001

Bronzekiste
DieWeissenhofer

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1997

Die Weissenhofer Live, Multiple CD
DieWeissenhofer

Die Weissenhofer Live, Multiple CD

2002

Schweizer Schokoladenedition
DieWeissenhofer

Schweizer Schokoladenedition

1998

LIVEROCK WESTGERMANY
DieWeissenhofer

LIVEROCK WESTGERMANY

2007

Film-DVD: Die Weisenhofer - Der Film, 10 YEARS OF ROCK N ROLL
DieWeissenhofer

Film-DVD: Die Weisenhofer - Der Film, 10 YEARS OF ROCK N ROLL

2007

WEISSENHOFER-DOPPELPACK: Film und CD
DieWeissenhofer

WEISSENHOFER-DOPPELPACK: Film und CD

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"SWR 2 Journal aus Baden-Württmberg"

22. November 2007 22. November 2007 Uhr / Ein Beitrag von Susanne Kaufmann und ein Kurzinterview von Andreas Bär

"Die Weissenhofer vergeben einen Sendeplatz" Ausstellung in der SWR-Galerie Stuttgart ......................................................................... (Vernissagengeräusche) ELLIOTT (alias Andreas Bär): Ja, und wir sind hier live in der SWR-Galerie bei der Eröffnung der Ausstellung der Weissenhofer. Und ich gehe jetzt hier durch zu Keith, Keith Weissenhofer. Hallo Keith! .......................................................... KEITH: Hallo, Elliott! ...................................................... ELLIOTT: Grüß dich. Sag mal, was möchtest du eigentlich mit deiner Kunst sagen? ..................................... KEITH: Oh! (zögert) Ich probier’s erst mal einfach. Also, ... beim Löffelschnitzen damals im Wallistal hab’ ich ja gelernt, dass die gute Form der Funktion folgt ................................ ELLIOTT: Also das alte Bauhausmotto: form follows function. ................................................... KEITH: Mmh, Bauhaus sagt mir jetzt im Moment nicht so viel. Die haben wohl auch Löffel geschnitzt. (überlegt) Also, auf jeden Fall hat sich das dann sowieso geändert. Auf unserer Weissenhofer-Ranch haben wir ja Viehzucht betrieben. Wir haben viel mit Fleisch zu tun gehabt und da war die Frage: Is the message medium? Also wie ein gutes Weissenhofersteak auch sein sollte. ........................................ ELLIOTT: Aha! Und da sehe ich ja auch noch Bob. Bob Weissenhofer, hallo Bob! ..................................... BOB (aus dem Hintergrund): Hallo. .................................................. ELLIOTT: Grüß dich. Wie hat bei dir das angefangen? Wie bist du zur Kunst gekommen? ........................................... BOB: Ach, wie so häufig. Ich bin als Kind ... (zögert) ... hab ich schon immer ganz gern gemalt, gezeichnet. Wenn andere Kinder spielen gegangen sind, habe ich mich mit mir beschäftigt und hab’ Kühe, Pferde, später VWs und Autos gezeichnet. Dann kam der erste Aquarellkasten, die ersten Malstifte. Ich hab’ meine Gabe perfektioniert. Und heute bin ich da wo ich jetzt bin. ..................................................... ELIOTT: Aha, gut, nämlich in der SWR-Galerie. ....................................... BOB: Genau. ......................................................... ELLIOTT: Dann gehe ich dann mal weiter. Jetzt fehlt nämlich noch einer. (drängelt sich durch die Menschenmenge) Entschuldigung, darf ich mal. Ja, nämlich Carl Weissenhofer. Hallo Carl! ................................... CARL (mit sonorer Stimme): Ja, hallo. ............................................. ELLIOTT: Grüß dich. Weissenhof? Hat das irgend etwas mit der Weissenhofsiedlung, oder so, zu tun? ................................................ CARL: Also, ich bin sehr froh, dass du mir diese Frage stellst und ich freue mich umso mehr, dass ich das einmal auch im Rundfunk gegenüber unseren Hörern deutlich machen kann. Dieses Missverständnis besteht seit langem. Es soll wohl eine „Weissenhofsiedlung“ in Stuttgart geben. Das habe ich auch gestern mal bei Google rausgesucht. Das stimmt tatsächlich. Es soll auch eine Akademie geben mit der Adresse „Am Weissenhof 1“. ...................................... ELLIOTT: Hört, hört! ..................................................... CARL: Mit beiden Institutionen haben wir nichts zu tun. Man sollte einfach besser zuhören wenn wir sprechen und wenn wir unsere Lieder singen. Denn damit sagen wir ganz deutlich wo der Weissenhof liegt. Wenn ich einmal ganz kurz zitieren darf aus unserem Lied: „Der Weissenhof liegt im Wallistal/ Das Leben dort war eine Qual/ Gute Bräute sah man nie/ Es gab nur Ziegen, Hunde, Vieh“. Und ich denke, damit ist alles gesagt und zu diesen Missverständnissen muss es in Zukunft nicht mehr kommen. ............................. ELLIOTT (erleichtert und zufrieden): Wunderbar! Dann wünsche ich euch einen wunderschönen Abend und gute Gespräche. Und laßt’s euch schmecken! ....................................... BOB, CARL, KEITH: Danke. Danke. Tschüß. (entfernen sich, Gläsergeklirr).............................................................................................. SUSANNE KAUFMANN: Mit Witz und Ironie kommt auch die Kunst der Weissenhofer daher. In der SWR-Galerie spiegeln sie die eigene Legende in Fotos, Grafiken und Objekten. In einer Propaganda-Ecke gibt es einen Tisch mit ausgelegten Flugblättern. Und überall prangen Slogans: „Senden ist seliger denn empfangen“, „Sei schlau, bleib dumm“, „Legenden statt Manifeste“. Vor dem Funkhaus haben die Weissenhofer einen kleinen Übertragungswagen abgestellt und, zumindest der Legende nach, wird Cousin Elliott aus diesem Wagen in den nächsten Wochen senden. Das verändert auch den Platz des SWR in dieser Welt. Mit dieser Ausstellung und mit dem Sendeplatz, den die Weissenhofer an Elliott vergeben durften, geht der Südwestrundfunk in die Kunstgeschichte ein. Als veritabler Bestandteil einer veritablen Künstlerlegende,

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"Bär on Air", Freies Radio für Stuttgart

11. Dezember 2007 / Andreas Bär

Die "Bruderschaft im Dienste der Kunst" spricht über ihre aktuelle Ausstellung im SWR, Sendungsbewußtsein, Kommunikationsmodelle und die schönen Dinge des Lebens (Rock'n Roll, Liebe, Brüderlichkeit, Whiskey, Malerei, Zeichnung und Philosophie). Die Kunst- und Liverockgruppe stellt neben eigener Musik auch Platten der Interpreten vor, die bis heute nachhaltigen Einfluss auf ihr Denken und Schaffen haben (Bruce Low, Ian Dury, Joseph Beuys und viele mehr).

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"Sendewagen", Kunstforum 189, 2008

/ Jürgen Raap

Als der Stuttgarter Sender SWR die Künstlergruppe „Die Weißenhofer" (Jörg Mandernach, Matthias Beckmann, Uwe Schäfer) zu einer Ausstellung in seiner Galerie einlud, beschränkte das Trio die Aktivitäten nicht allein auf diesen Ausstellungsraum: Unter dem Motto „Die Weißenhofer vergeben einen Sendeplatz" stellten sie vor dem Rundfunkgebäude einen Kastenwagen ab, der mit Sendemast, Antennen und Satellitenschüsseln wie ein LKW für Live-Übertragungen hergerichtet war. Im Inneren döste ein übermüdeter Redakteur in Form einer Schaufensterpuppe. Das Äußere dieses Sendewagens war mit Porträts der Künstler bemalt sowie einem Konterfei ihres Kollegen Andreas Bär alias „Cousin Elliot Wessenhofer". Der „kürzlich wiederentdeckte" Vetter moderiert schon seit geraumer Zeit eine eigene Sendung „Bär on air" und durfte auch für die Ausstrahlung im SWR 2-Journal das Vernissageninterview mit den Weißenhofern führen. Die Galerie-Ausstellung selbst enthielt Plakate und Objekte zu den Begriffen „Senden" und „Propaganda". Dabei bekamen die Besucher auch einen handfesten Ratschlag gegen die mediale Dauerberieselung mit auf den Weg: „Sei schlau: Bleib dumm". (JR)

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"Ausstellungen im März", Kunstzeitung 127, März 2007

/ Jörg Restorff

Reutlingen, Städtische Galerie ............................. Die Weissenhofer - der Weissenhof liegt im Wallistal ..................... So einfallsreich hat schon lange keiner mehr die klassischen Strickmuster der Künstlerlegende verulkt. 1995 gründeten Matthias Beckmann, Jörg Mandernach und Uwe Schäfer die Künstlergruppe "Die Weissenhofer". Die drei Brüder, so der fabelhafte Werdegang, wuchsen in ärmlichen Verhältnissen auf dem Weissenhof im Wallistal auf; das Bemalen kleiner Holztafeln mit alpinen Motiven brachte etwas Geld in die karge Haushaltskasse. Als der Hof abbrannte, zog es die Brüder in die USA, wo sie die Weissenhofer-Ranch aufbauten und als Künstler den Durchbruch schafften. Nach seiner glücklichen Heimkehr will das Trio nun den Weissenhof wiederaufbauen. Weshalb bei diesem Unterfangen Kurt Schwitters' "Kathedrale des erotischen Elends" eine wichtige Rolle spielt, dies und mehr verrät eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Reutlingen.

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"Votivbilder", Kunstforum International, Band 181, 2006

/ Jürgen Raap

Der Künstlerbund Baden-Württemberg präsentiert in diesen Wochen an verschiedenen Orten "Künstlergruppen in Baden-Württemberg". Die dreiköpfige Gruppe "Die Weißenhofer" (Matthias Beckmann, Jörg Mandernach, Uwe Schäfer) entschied, sich an diesem Projekt mit einer Gemeinschaftsarbeit zu beteiligen, die unter Mitwirkung diverser eingeladener Gastkünstler entsteht. In der säkularisierten Augustinerkirche von Oberndorf/Neckar ist als Kollektiv-Werk nun bis September 2006 eine Installation zu sehen, die sich mit dem Thema "Votivbild" beschäftigt. Votivbilder sind bis in unsere Tage in den katholischen Regionen in der Volkskunst weit verbreitet. Es handelt sich dabei um eine Bitt-, Gelübde- oder Danktafel, die zusammen mit der Inschrift "ex voto" ("aufgrund eines Gelöbnisses") den Anlass und das angerufene Gnadenbild zeigt. Die eingeladenen Künstler konnten den thematischen Gegenstand ihrer persönlichen Danksagung frei wählen. Die Votiv-Installation der "Weißenhofer" umfasst Einsendungen von rund sechzig Kollegen in Form kleiner Gemälde, Notizzettel, Schilder, Bastelarbeiten und anderer Objekte, mit denen ein Wüstenzelt im Chor des Kirchengebäudes bestückt ist.

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"Zehn Jahre Weissenhofer", Kunstforum International, Band 179, 2005

/ Jürgen Raap

Als Einzelkünstler treten sie im Kunstbetrieb durchweg seriös auf, zumindest das Gruppenmitglied Matthias Beckmann. Doch wenn die "Weissenhofer" als Trio auflaufen, bekommt das Publikum oft eine herzerfrischende Mischung aus Kunst und Klamauk geboten. Die "geistige Bruderschaft" verbindet Bildproduktion, Musikperformance, Selbstdarstellung und PR-Arbeit als Satire auf alle jene Manifeste und biografischen Legenden, die zur Imagebildung im Kunstbetrieb gehören. Die Gruppe besteht heute aus Matthias Beckmann, Jörg Mandernach und Uwe Schäfer. Zum zehnjährigen Jubiläum spielte im Dezember 2005 im Künstlerhaus Stuttgart die "Weißenhofer-Revival Band", bei der neben den drei genannten aktuellen Mitgliedern auch die früheren Mitstreiter Thomas Raschke und Sebastian Rogler auf der Bühne standen. Anschließend konnte sich das Publikum an einer "Gute-Laune-Party" mit "Knabberspaß" und "tollen Fanartikeln" erfreuen.

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"Die Weissenhofer", Kunstforum International, Band 177, 2005

/ Jürgen Raap

„Wir sind mittags meist schon voll, wir machen Kunst und Rock'n Roll“ lautet das Motto von Deutschlands schrägster Künstlergruppe. Das in Berlin und Stuttgart beheimatete Ensemble (Matthias Beckmann, Jörg Mandernach, Uwe Schäfer) nennt sich „Die Weissenhofer“ und bereichert den Kunstbetrieb mit erfrischendem neo-dadaistischem Nonsense. Zu ihrer jüngsten Ausstellung im Mannheimer Kunstverein (bis Ende August 2005) boten sie am Vernissagenabend unmittelbar unter ihrer Mobile-Installation mit einem Autoreifen und einem Plastikvogel eine „Live Rock Performance“ mit „Gießkannen-Percussion“.

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"Die Weissenhofer", Kunstforum International, Band 188, 2007

/ Foto: Klaus Mellenthin

Eine „Bruderschaft im Dienste der Kunst“: Die dreiköpfige Künstlergruppe „Die Weißenhofer“ bereichert den Kunstbetrieb seit 1995 durch Ausstellungen, Live-Rock-Auftritte und skurrile Performances. Die schräge Truppe besteht aus Uwe Schäfer (lebt in Stuttgart), Matthias Beckmann (lebt in Berlin) und Jörg Mandernach (lebt in Ludwigsburg). Am 2. September 2007 lud das Trio seine Fans zu einem „Abend mit den Weißenhofern“ in den Berlin-Kreuzberger „Projektraum WestGermany - Büro für postpostmoderne Kommunikation“ ein. Der bunte Abend umfasste einen Auftritt der „WeißenhoferRevivel Band“ und anschließend eine Performance „Computer Hacker Club“, bei der das Zerhacken von PCs wortwörtlich genommen wurde. Mit einer „Gute Laune Party“, zu der „anregende Getränke“ gereicht und „tolle Fanartikel“ zum Verkauf angeboten wurden, klang das Programm dann aus.

Simultanhalle - Alle arbeiten mit Herz und Liebe - Künstlerbrüder aus der Schweiz: "Weissenhofer" stellen sich vor

23. Mai 2000 / Jürgen Kisters, Kölner Stadt-Anzeiger,

Die Ungezwungenheit der Weissenhofer ist ihre Stärke. Sie glauben fest daran, dass das kreative Zusammenspiel mehr Schwung entwickel als künstlerische Alleingänge. Sie wissen, dass in der Kommunikation nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch die Unterschiede klarere Konturen annehmen. Und vor allem ist den Weissenhofern wichtig, dass sie alles mit Herz und Liebe tun

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"Wunderkammer voller Ideen"

/ Silke Becker, Kunstzeitung, Nr. 90, Februar 2004

Im Brühler Kunstverein zeigten "Die Weissenhofer", eingerahmt von einer Performance, in deren Verlauf Bretter im Goldenen Schnitt zersägt wurden, zum ersten Mal ihre "Wunderkammer" als alleiniges, auf den Ausstellungsraum bezogenes Projekt, ohne diese in eine übergeordnete Ausstellung der einzelnen Arbeiten einzubetten. Assoziativ-erzählerisch reihten sich beispielsweise Schokozigaretten, ein Plastikhai, ein Spielzeugpanzer, ein Pin-up-Kartenspiel, ein Gipsgebiss oder gar eine tote Fliege und eine ebenso leblose Schnacke im Glas scheinbar beliebig aneinander. Präsentiert auf Tischen unterschiedlicher Größen und Arten, entstand in Verbindung mit dem Raum eine skurrile, unverwechselbare Kulisse. Ein Sammelsurium, ein Spielfeld beliebiger Anhäufung, durchschaubares Kalkül in Zeiten rasch variierender Strömungen, eine Mischung von Kunst, Architektur und Design, angehaucht mit archivarischem Charakter? Anything goes? Mitnichten. Auf den zweiten Blick durchzog das Arsenal eine Konsequenz gestalterischen Willens, wurde aus den von Beckmann, Mandernach und Schäfer zusammengetragenen, fundstückartigen und konstruierten Einzelteilen eine Landschaft, in der sich oben mit unten, tragisch mit komisch, manches Mal Lakonisches mit Deskriptivem mischt - ohne Gefahr zu laufen, auseinander zu fallen. Ein verbindendes bildnerisches Grundvokabular wird mit Spontaneität gepaart und führt zu frag-würdigen Realitätsmodellen. Material wird zerlegt und wieder zusammengeführt, bezieht den Betrachter in das neu Entstandene ein.

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"Kunst als Krankheit", Sonnendeck, Stuttgarter Kunstnotizen, September 2004

/ Eine Doppelseite der Weissenhofer, v.l.n.r. Uwe Schäfer (Bob Weissenhofer), Jörg Mandernach (Keith Weissenhofer), Matthias Beckmann (Carl Weissenhofer)

Chamomilla comp., Paracetamol, Ferrum phosphoricum comp., Nasivin, sanft, Prospan, Monopax Saft, Emser Pastillen, Erythomycin AL 500, Advantan Creme, Arnika-Salbe, Erysidoron, Viburcol, Euphrasia Augentropfen, Ximovan, magenresistente Tabletten, Retardkapseln 75 mg, Streukügelchen, Sedacur forte, Zäpfchen, Perenterol

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Künstlerseite - Sonnendeck, Stuttgarter Kunstnotizen, Januar 2007

Die Bilder von rechts oben, gegen den Uhrzeigersinn: "Carl W., Keith W., Bob W.", "Der alte Weissenhof, abgebrannt", "Weissenhof-Neubau, Entwurf 1", "Weissenhof- Neubau, Entwurf 2", Weissenhof-Neubau, Entwurf 3"

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SWR 2, Kultur im Land, "Die Weissenhofer - looppool", Sädtische Galerie Albstadt

/ Rainer Zerbst

Rainer Zerbst porträtiert die Weissenhofer, führt Interviews, recherchiert die wahre Geschichte der Brüder und gibt Einblicke in die Ausstellung. Gerade im Hörfunk ein schwieriges Unterfangen, das dem Autor jedoch glänzend gelingt. ................................................................................. CARL: "Es fing damit an, das wir alle aus einer sehr armen Familie stammen, und zwar im Wallistal. Und dass wir, wie alle großen Künstler, keine Kunstschulen besucht haben, die nur die eigene Kreativität und Ursprünglichkeit verderben und zu irgendwelchen modischen Trends führen. Sondern wir haben aus eigener Überzeugung angefangen zu gestalten. Das heißt, wir haben Löffel geschnitzt . Wir haben die Alpenlandschaft auf kleine Holztafeln gemalt und wir haben uns die Zeit vertrieben. Denn gute Kunst ist natürlich in erster Linie Zeitvertreib. Es geht darum, Langeweile totzuschlagen (sic!) und vielleicht ein wenig den eigenen Unterhalt und den Unterhalt der armen Eltern aufzubessern (Ausdrucksfehler!). Daran denken viele junge Künstler sehr selten." .................................................................................... KEITH: "Die Wiesen waren alle abgegrast. Also mussten wir emigrieren. Und in Texas gab's große saftige Weiden. Wir mussten dann natürlich auch noch Englisch lernen und aus unserer Schrammelmusik wurde Rhythm & Blues. Und dort haben wir dann größere Schilder und Tafeln gemalt.... Das Land war auch größer. Dann wurden auf einmal Sammler auf uns aufmerksam. Und so konnten wir auf die Landwirtschaft, auf die schwere Arbeit verzichten und haben uns dann ganz aufs Malen und aufs Musizieren verlegt. Und wurden dann wieder zurück in unsere alte Heimat gerufen." ...............................................BOB zum Weissenhofervideo "Healing" (ein gemeinsamer, erfrischender Gang durch ein Kneippbecken, dargeboten als zeitgemäßer Videoloop) und zur zeitgenössischen Videokunst: "Und außerdem braucht jede vernünftige Kunstausstellung, die modern sein will, eine Videoarbeit." ..............................................................BOB zur Motivation und Zielsetzung der Weissenhofer: "Wirklich, eines der wichtigsten Dinge in unserem Leben ist Kunst zu machen und Ausstellungen zu bestücken. Und uns miteinander zu vergnügen."

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JEDER MENSCH IST EIN KÜNSTLER

06. Juni 2008 / Jürgen Kisters, Kölner Stadt-Anzeiger,

Foto: Klaus Mellenthin Die Weissenhofer in einer witzig, ironischen Fotoinszenierung. Von links nach rechts: Keit, Carl und Bob alias Jörg Mandernach, Matthias Beckmann und Uwe Schäfer „Weissenhofer sind stets bereit und immer breit“, sangen die drei Weissenhofer aus vollem Hals im Refrain. So wild, witzig und zugleich wunderlich wie zur Eröffnung ihrer Ausstellung „Legenden und Manifeste“ging es im KunstWerk schon lange nicht mehr zu. Denn wann gelingt es schon, bildende Kunst, Rock'n Roll und Alltagskultur, das wahre und das erfundene Leben, Wirklichkeit und Täuschung eins werden zu lassen. Zumindest für einen mehr oder weniger langen Augenblick, in dem Bob, Keith und Carl Weissenhofer ohne Umschweife ihr bewegtes Leben zum Gegenstand einer multimedialen Inszenierung machten. Doch wer sind die drei? Der Legende nach stammen sie von einem Bauernhof, dem Weissenhof, im Wallistal. Wie sie in einer Wandchronik erläutern,geht die Geschichte des Ortes bis ins 13.Jahrhundert zurück. Sogar Goethe soll ihn einmal besucht haben. In der Abgeschiedenheit der Berge wuchsen die Brüder in großer Armut auf. Und deswegen wanderten sie mit ihren Eltern in jungen Jahren in die USA aus, wo sie schließlich als Kunstmaler und Rock'n Roll -Musiker berühmt wurden. Zurückgekehrt in die alte Welt mischen sie seit 1995 in ganz Deutschland die Kunstszene mit einer unvergleichlichen Mischung aus Bild-, Objekt-, Klang- und Aktionskunst auf. Mit schlichten Gegenständen wie Petroleumlampe, Emailleschüssel, Beil, Tabaksbeutel, Kaffeekanne, Gebetbuch, Hufeisen, Bierflasche und verbrannten Gummistiefeln dokumentieren die Weissenhofer das einfache Leben ihrer Herkunft. In Aquarellen, Zeichnungen und Collagen von Tanz-Motiven auf dem Monte Verita, Western-Szenen und Traumabenteuern erzählen sie ihre Familiengeschichte. Und in einer Serie von Foto-Portraits im Bauernhof-Ambiente zeigt sich, um welch verwegene Kerle es sich bei Bob, Carl und Keith handelt. Die Formel von 'Scherz, Ironie und tieferer Bedeutung' wird perfekt umgesetzt in der Kunst der Weissenhofer. Von Kitsch bis Kunst ist für die drei Kunst-Brüder alles interessant. Die Grenzen sind fließend. Malerischer Realismus steht neben magischen Objekten, Schattenzeichnungen neben Pflanzenkulturen und Erläuterungen zur Spieletheorie. In über einem Dutzend gemeinsamen Ausstellungen und Aktionen haben die Weissenhofer gezeigt, was es heißt, den Unterschied von Kunst und Leben aufzuheben. Das Leben ist Kunst, und jeder Mensch ist ein Künstler. Nicht zufällig beziehen sich die drei auf Josef Beuys, dessen kreative Direktheit und seinen Anspruch, künstlerisch immer aufs Ganze zu gehen. Die Weissenhofer zelebrieren ohne jeden Größenwahn die Idee des Gesamtkunstwerks, deren Lächerlichkeit sie zugleich erkannt haben. Sie wissen, dass die Täuschung das Leben bestimmt. Die Kunst besteht darin, mit der Täuschung zu spielen, so dass immer wieder Momente der Erkenntnis dabei entstehen. Was das herrschende Kunstverständnis angeht, so fängt der Fehler für sie damit an, aus einem künstlerischen Ansatz ein Prinzip zu machen. In einer Performance am Eröffnungsabend zitierten die Weissenhofer der Reihe nach aus den Manifesten großer Künstler. So sagte Picasso: „Große Künstler stehlen“. Frank Stella stellte fest „Was du siehst, ist was du siehst“. Marinetti erklärte: „Ein Rennwagen ist schöner als die Nike“. „Alles ist schön“, sagte Warhol. Und von Marshall McLuhan stammt der Satz: „Das Medium ist die Botschaft“. Für die Weissenhofer gilt keine dieser Erkenntnisse und alle gelten zugleich. Sie halten nichts von Manifesten, sondern sie machen einfach. Sie wissen, dass es auf die Wirkung von Kunst ankommt und nicht auf die Worte, die man darüber macht. Künstlerische Legenden sind dabei wirksamer und beständiger als alle Manifeste, die Künstler je verfassten. Und das lässt vermuten, dass der Namen „Weissenhofer“ noch lange bekannt sein wird, wenn von ihren Künstler- Alter Egos Matthias Beckmann, Jörg Mandernach und Uwe Schäfer möglicherweise schon keiner mehr spricht. KunstWerk, Deutz-Mülheimer-Straße 127-129, Do,Fr 17-20,Sa 14-17 Uhr, bis 21.6.

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"Wir sind halt die Kunstschlampen"

10. April 2008 / Nadine Albach

Westfälische Rundschau Die Gebrüder Weissenhofer - einzeln: Keith (Jörg Mandernach), Carl (Matthias Beckmann) und Bob (Uwe Schäfer). (Bild: Franz Luthe) Künstler - das waren im 16. Jahrhundert fromme, ländliche und mit einem natürlichen Talent gesegnete Wesen. Genies. Die Künstlergruppe "Die Weissenhofer" kombiniert diese althergebrachte Auffassung mit der Popkultur der Neuzeit. ... ... Und erobern nun mit einem Augenzwinkern vier Kultureinrichtungen Dortmunds. Das Ruhrgebiet darf die drei Künstlernaturen schizophren erleben: Im Künstlerhaus am Sunderweg haben die Weissenhofer und so die Gebrüder Bob, Keith und Carl ihr Basislager errichtet. In St. Petri, Dortmunder Kunstverein und Museum am Ostwall - erstmals vereint - stellen sich Matthias Beckmann, Jörg Mandernach und Uwe Schäfer als die Einzelkünstler vor, die sie in der 'bürgerlichen' Realität sind. Mit einer Märchenstunde im Künstlerhaus beginnt das Ereignis: Der abgebrannte Weissenhof und die Historie der legendären Künstlergruppe ist hier Thema. 'Gerrettete', skurrile Relikte plus an Genrebilder und Caravaggio erinnernde Fotos zeichnen die ländliche Idylle. Eine Zeittafel (beginnend 1291) verbindet die Weissenhofer galant mit ACDC. Aquarellierte Bildchen dokumentieren den Stammbaum - vom mit Gehirnströmen experimentierenden Onkel bis zur Kuh Lisa. Und im Separe?e findet sich Nippes vom Che Guevara-Tabak bis zum Plakat, dass die Künstler vereint mit Yoko Ono und John Lennon zeigt: "Wir sind halt die Kunstschlampen." Und so witzig diese Schau - so durchdacht ist sie auch. Die Weissenhofer verbinden Meilensteine der Kunstgeschichte, Klischees und Popkultur, spielen mit Gegensätzen: Sie sind altertümliche Cowboys. Ruhhiger sind die Einzelschauen: Mit nüchternen, reduzierten Zeichnungen der Serie "Das Goldene Wunder" präsentiert sich Matthias Beckmann. Die Arbeit ist dreigeteilt in die Einkaufsstraßen-Umgebung der Kirche, die Renovierungsarbeiten im Gotteshaus und Ansichten des Schnitzaltars. Er ist ein Flaneur, der nicht unterscheidet zwischen "Bedeutendem und scheinbar Nebensächlichem": Eine Putzmaschine zeigt er ebenso, wie den leidenden, sich auflösenden Jesus. Mit der Bilderflut unserer Welt hantiert Jörg Mandernach unter dem Titel "sedimente-01" im Kunstverein in einer Rauminstallation: Der Besucher fühlt sich, als entere er einen geheimnsvollen Parcours aus Spuren, einem Dialog verschiedener künstlerischer Medien. Eine große Raumzeichnung vermengt sich mit Bildern, die wiederum in Schichten angeordnet sind. Für Mandernach ist es der Versuch einer Orientierung in einer von Gegensätzen durchdrungenen Welt - für den Besucher wird es zur aktiven Herausforderung, eine Erzählung zu finden. Warten in der Hütte Landschaften führt Uwe Schäfer im Studio am Ostwall als "Gestrüpp" über in abstrakte Gemälde: Durch die Schichtung zahlreicher, zugleich reduzierter Bilder entsteht ein Spiel mit Formen, Schemen, Schatten, ein wohliges Rätsel. Bereits seine vierte Hütte hat er im Museumspark aus Dortmunder Fundstücken erschaffen: An der Schwelle zur Institution Museum soll sie zugleich anarchistischen Charakter haben, als auch zum Ausruhen laden.

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Das Abenteuer Ägypten

09. Februar 2009 / WAZ / Falko Herlemann

Herne. Eine Ausstellung in den Flottmann-Hallen informiert über die legendäre Reise von Bob, Carl und Keith Weissenhofer in das Land der Pharaonen. Es gibt viel zu entdecken und zu staunen. Vor einigen Jahren wurde in einem Baseler Antiquariat ein Reisetagebuch entdeckt, das in der Kunstwelt für einige Aufregung sorgte. Die legendäre Reise von Bob, Carl und Keith Weissenhofer in das Land der Pharaonen war bis zu diesem Fund völlig in Vergessenheit geraten. Jetzt zeigen die Flottmann-Hallen das Original des Tagebuchs. Jutta Laurinat ist es zudem gelungen, die drei Künstler ausfindig zu machen und für eine Ausstellung zu gewinnen. Das Ergebnis ist ab dem heutigen Samstag in den Süder Flottmann-Hallen unter dem Titel "Die Ägyptenreise" zu sehen. Das Reisetagebuch besteht aus 22 Doppelseiten und liegt, unter Glas geschützt, aus. Es zeigt Aquarelle der drei Kunstmaler, ergänzt durch Texte. Das Buch aber ist mehr als eine Dokumentation einer Bildungs- und Erlebnisreise. In ihm spiegeln sich Eindrücke und Begegnungen, sowie auch kulturhistorische Entdeckungen wider: von der Legende der heiligen Marie von Ägypten, über Begegnungen mit der Tänzerin Mata Hari oder dem deutschen General Rommel bis zur sensationellen Entdeckung des Grabes von Tutanchamun. Das Reisetagebuch wird ergänzt durch einige Fotos, aufgenommen in einem Kairoer Studio. Rekonstruktion einer altägyptischen Pyramide Die Ausstellung zeigt aber noch mehr. In einer sechs Meter hohen Rekonstruktion einer altägyptischen Pyramide haben die Weissenhofer Souvenirs und Erinnerungsstücke der Reise zusammengetragen. Dabei sind Leihgaben aus Museen der ganzen Welt, angefangen von dem Zelt, in dem die drei übernachtet haben, über dokumentarische Filmaufnahmen aus der Ramses-Bar bis zu Mumien und den Resten des Malteser Getränkes, das ihnen die stürmische Überfahrt über das Mittelmeer erleichterte. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Ägyptenreise der drei Weissenhofer-Brüder nachzuerleben. Es gibt viel zu entdecken, viel nachzudenken und viel zu staunen. "Mache Dich also selbst auf unseren Weg und Du wirst das Land finden, das auch wir gefunden haben", schreiben die drei Männer im Nachwort zu ihrem Reisetagebuch. Ein Motto, das der Besucher mit viel Sinn für Humor bei der Ausstellung beherzigen sollte. Das Faksimile des Reisetagebuchs kann übrigens für 15 Euro in den Flottmann-Hallen gekauft werden. Zur Eröffnung am heutigen Samstag um 17 Uhr spielen "Die Weissenhofer" Rock im helvetisch-ägyptischen Stil. Die Ausstellung "Die Ägyptenreise" ist noch bis zum 15. März in den Flottmann-Hallen zu sehen. Öffnungszeiten dienstags bis sonntags in der Zeit von 14 bis 20 Uhr

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